Nachrichten zu Themen der privaten Krankenversicherung Willkommen auf meinem privaten Blog

Juli 24, 2013

PKV verlor in 2012 Kunden, minimaler Zugewinn bei der GKV

Filed under: Kunden,PKV,private Krankenversicherung — Schlagwörter: , , — Admin @ 12:15 pm

Gemäß Bericht des PKV-Verbands hat die PKV erstmals seit langer Zeit trotz Übertritten aus der GKV letzten Endes mehr Kunden verloren, als gewonnen. Es waren zwar immerhin noch 158.700 Zugänge aus der GKV, jedoch waren das 31,6 % weniger, als im Vorjahr. Es vielen jedoch offenbar so viele Personen in die GKV zurück, dass es insgesamt 20.100 Kunden weniger wurden.

Der GKV als Ganzes blieb aber auch nur ein Zuwachs von 3.000 Personen nach Abzug der in die PKV abgewanderten Personen. Von einem Erfolg der GKV kann man insofern auch kaum sprechen.

Es wird sich erweisen, auch nach den erfolgten Bundestagswahlen, wie der künftige Trend verläuft. Wenn die allgemeine Verunsicherung bezüglich der Möglichkeit Bürgerversicherung geschwunden ist, könnte es gut sein, dass die PKV wieder deutlich mehr GKV-Versicherte anzieht. Die PKV dürfte weiterhin gefragt bleiben.

Die neuen Unisex-Tarife und ihre verbesserten Leistungen in der PKV (5. Februar , 2013)

Filed under: PKV,private Krankenversicherung,Unisex-Tarife — Schlagwörter: , , — Admin @ 12:09 pm

Die neuen Unisex-Tarife und ihre verbesserten Leistungen in der PKV

Seit 21.12.2012 können ja nur noch die geschlechtsunabhängig kalkulierten Unisex-Tarife gewählt und verkauft werden. Das gilt für sämtliche Versicherungssparten.

Hier geht es nun speziell um die PKV, besonders um die Vollversicherung, alt Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Man hätte erwarten können, dass die PKV´s rechtzeitig am 21.12. mit den neuen Unisex-Tarifen herauskommen. Tatsächlich sind derzeit nicht einmal 25 % aller Versicherer mit diesen Tarifen am Markt. Man kann davon ausgehen, dass die Kalkulationen mehrheitlich abgeschlossen sind, jedoch sind die Beiträge und Tarife noch nicht allgemein herausgegeben worden. Das wird sich mit Sicherheit in Kürze ändern, die die Krankenversicherungen auch weiterhin Geschäfte machen wollen.

Der Erwartungshorizont war eigentlich im Vorfeld, dass zumindest die Frauenbeiträge günstiger werden, die Männer aber teurer werden. Die seither einsehbaren Tarife zeigen aber selbst für Frauen eher höhere Beiträge, als schon bisher. Und die Männertarife sind wirklich ca. 20 bis 30 % höher, als bisher. Es könnte aber Versicherer geben, wo dies abweicht. Das ist jetzt noch nicht beurteilbar. Wir hoffen, dass die Markttransparenz in den nächsten 1-2 Wochen wieder gegeben ist.

Selbst die Tarife für Kinder ändern sich, und so mancher besonders günstige Kinder-Tarif wird nicht mehr abschliessbar sein. Kinder-Tarife waren zwar bisher im Alter bis 14 Jahre ohnehin schon geschlechtsunabhängig gewesen, was den Beitrag angeht. Dennoch gibt es auch hier Änderungsbedarf.

Die Krankenversicherer können völlig neu kalkulieren, nicht nur, was Unisex angeht. Es können andere Tarife, andere Selbstbeteiligungen, andere Leistungen geschaffen werden. Nicht alle Tarife, die es bisher gab, werden bei den Unisex-Tarifen ihr Pendant finden. Wer sich dabei wie verhält, ist abzuwarten, und in Kürze sichtbar. Aus den bisherigen Unisex-Tarifen kann man sehen, dass die Empfehlungen des PKV-Verbands aufgenommen und berücksichtigt werden. Dadurch haben die neuen Unisex-Tarife bessere Hilfsmittel-Leistungen, in Form des sogenannten offenen Hilfsmittelkatalogs. Die Leistungen für ambulante Psychotherapie sind bzw. werden erweitert. Dadurch wird es wohl keine neuen Tarife mehr geben, die gar keine Psychotherapie leisten, und es werden mindestens 50 Sitzungen erstattet. Prozentuale Einschränkungen kann es jedoch dabei geben, es müssen nicht 100 % Leistung sein. Suchtentwöhnungsmassnahmen, die z.T. bisher ausgeschlossen sind, werden hiernach auch übernommen.

Dadurch werden Kritikpunkte, wo die PKV auch schon mal schlechter sein konnte, als die GKV, weitgehend oder komplett ausgeräumt. Das ist erfreulich. Jedoch muss man sich darüber im klaren sein, dass für die bestehenden Kunden die seitherigen Leistungen unverändert weitergelten. hier wird nichts angeglichen. Dafür gelten auch die alten Beitragsberechnungen weiterhin. Für die Männer (die Bestandskunden) wird es daher letzten Endes keinen Grund geben, freiwillig in die Unisex-Tarife überzugehen. Anders für Frauen. Zwar werden die neuen Unisex-Tarife nicht automatisch günstiger sein. Jedoch wird es durch die Anrechnung aus den bisherigen Tarifen Gutschriften geben; daraus entstehen Nachlässe, welche letzten Endes die Unisex-Tarife für Frauen günstiger machen. Die Berechnungen dafür kann nur die Versicherungsgesellschaft selbst durchführen. Interessierte Frauen sollten sich daher an Ihren Versicherer wenden, oder an den Betreuer, den sie von dort haben. Dann kann man abwägen, ob ein Wechsel in die Unisex-Tarife insgesamt Vorteile bringt, oder nicht.

PKV: Tarife für Pflege-Bahr brauchen noch mehr Zeit Februar (5. Februar, 2013)

Filed under: Uncategorized — Admin @ 12:07 pm

PKV: Tarife für Pflege-Bahr brauchen noch mehr Zeit

Kurz vor Jahresende wurde das Gesetz verabschiedet, wonach es ab 1.1.2013 Zuschüsse von 60,- Euro jährlich bzw. 5,- Euro monatlich für Pflegezusatzversicherungen gibt. Die entsprechenden Produkte können ausschliesslich von PKV-Unternehmen (bzw. entsprechenden Vermittlern) angeboten werden. Dies wird Pflege-Bahr (nach dem Gesundheitsminister Bahr) genannt.

Achtung: Um den Zuschuss erhalten zu können, müssen eigens dafür Tarife geschaffen werden, die dann neu abzuschliessen sind. Bisherige Pflegezusatz-Tarife sind dafür generell nicht geeignet. Das liegt an verschiedenen Auflagen, die im Gesetzt festgelegt sind (mit bestimmte Mindestleistungen, keine Risikoprüfung, keine Ablehnungen, stark reduzierte Provision dafür etc.). Es lohnt sich meist nicht, dafür andere Pflegezusatz-Tarife zu kündigen. Insbesondere und eindeutig nicht für Männer, die nach den alten, günstigen Männer-Tarifen abgeschlossen haben.

Interessant ist der Pflege-Bahr speziell für Personen, die bisher aus gesundheitlichen Gründen keine Pflegezusatzversicherung erhalten konnten. Diese kommen nun zu einer Lösung.

Aufgrund der späten Verabschiedung des Gesetzes hat die private Krankenversicherung hier noch nicht viel vorbereiten können. So gibt es bisher (Mitte Januar 2013) lediglich 2 Versicherer, die Angebote dazu an den Markt gebracht haben. Interessant ist dabei, dass es sogar hierbei teilweise bessere Leistungen gibt, als das Gesetz verlangt. Es wird also nicht einfach ein Einheitsangebot der Versicherer geben. Es lohnt sich auf jeden Fall, noch einige Zeit abzuwarten, um mehrere Vergleichsmöglichkeiten zu haben. Als lieber keinen Schnellschuss, nur weil ein Versicherer schneller war, als andere.

Für gesunde Menschen können trotz des Zuschusses durchaus auch andere, nicht geförderte Pflegezusatzversicherungen sinnvoll sein. Auch hier würde man am besten noch etwas abwarten, weil es bisher kaum neue Unisex-Tarife gibt (diese sind ja ab 21.12.12 zwingend zu verwenden).

Zur gegebenen Zeit geben wir Ihnen gerne weitere Beratung zur gesamten Thematik Pflegezusatzversicherungen.

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